Sprockhöveler Ordnungsamt mit eigenem Pkw unterwegs

Königsblauer Passat EN-FW 700 soll dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung dienen.

„Ordnungsbehörde Stadt Sprockhövel“ - so steht es deutlich sichtbar inklusive Stadtwappen auf den beiden Türen des VW-Passats. Damit ist das Ordnungsamt der Stadt jetzt mit einem sehr auffälligen eigenen Fahrzeug im Stadtgebiet unterwegs, der mit seinem blau-silbernen Aussehen deutlich an die Einsatzfahrzeuge der Polizei erinnert. Und das ist auch so gewollt!

„Wir arbeiten bestens mit der Polizei zusammen, und wir möchten so ordnungsbehördliche Präsenz zeigen und damit dem Sicherheitsbedürfnis unserer Bürger nachkommen“, sagen Beigeordneter und Kämmerer Volker Hoven und Thomas Mai, Leiter des Sachgebietes Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Sprockhövel.
Bisher seien die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde mit neutralen Fahrzeugen unterwegs gewesen. Da habe man sie nicht so sehr wahrgenommen. Dies wolle man nun ändern.
Die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs für das Ordnungsamt geht auf einen Antrag der SPD-Ratsfraktion 2017 zurück. Dabei handelt es sich nicht um ein Neufahrzeug. Der dreijährige Passat mit dem Kennzeichen EN-FW 700 ist ein Leasingfahrzeug und wurde früher als Kommandofahrzeug von der Feuerwehr genutzt. Natürlich nicht in blau-silber, sondern in rot!  „Ein Sprockhöveler Unternehmen hat den Wagen neu foliert“, so Hoven. „Das ist auch bei Polizeiautos gängige Praxis. Wenn die Leasingfahrzeuge zurückgegeben werden, dann wird die Folie entfernt und das ist preiswerter als Umspritzen.“
Alle Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Außendienst nutzen den Wagen in Zukunft. „In erster Linie ist das Fahrzeug im ermittelnden Einsatz. Da geht es um Dinge, die wir als Ordnungsbehörde überprüfen müssen. Dazu zählen beispielsweise Überprüfungen im Hinblick auf Gewerbe“, berichtet Thomas Mai.
Der Schwerpunkt liege nicht auf Verstöße des ruhenden Straßenverkehrs - also dem klassischen „Knöllchen schreiben.“ „In Sprockhövel kann man überall kostenfrei parken - man muss an vielen Orten nur die Parkscheibe zeitlich richtig eingestellt in sein Fahrzeug legen. Unsere Mitarbeiter sind hier entlang der Haupteinkaufsstraßen in der Regel fußläufig unterwegs und es hat sich auch herumgesprochen, wo wir kontrollieren. Aber natürlich ist es auch so, dass wir, wenn wir mit dem Fahrzeug unterwegs sind, diese Sachen mitbearbeiten. Und weil das Fahrzeug auffällig ist, werden wir verstärkt wahrgenommen. Das soll ja auch so sein“, so Mai, der von einem fünfstelligen Einnahmebetrag  durch die Bußgeldbescheide spricht.  
„Wir glauben aber, dass es für die Sprockhöveler eine gute Sache ist, durch das Fahrzeug die Ordnungsbehörde im Stadtbild zu erkennen. Wir haben früher den Pool der Dienstfahrzeuge genutzt und haben jetzt ein Fahrzeug, das uns klar zuzuordnen ist.“


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