Platz für ein Tierfriedhof

Bündnis möchte mögliche Standorte prüfen.

Beispiele für Tierfriedhöfe gibt’s mittlerweile reichlich wie im Bild „Unser Hafen“ in der Nähe von Koblenz. Auch in unserer Nachbarstadt kann man seine Haustiere begraben lassen.

Immer wenn ein Haustier stirbt, ist das für seine Besitzer sehr traurig. Zu dem Verlust kommt oft noch die schwierige Frage der Bestattung. Schließlich soll der Vierbeiner würdig verabschiedet und nach langen gemeinsamen Jahren nicht einfach entsorgt werden.
„In anderen Städten wie in Dortmund gibt es einen Tierfriedhof“, weiß SPD-Ratsmitglied Susanne Bergstein. Sie wünscht sich ein solches Angebot auch für Witten und möchte daher prüfen lassen, ob es hier einzurichten wäre. Sie hat jetzt einen Antrag auf den Weg gebracht, den auch die CDU im Rahmen des Bürgerbündnisses unterstützt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz soll im nächsten Jahr darüber diskutieren.


Gelände in Heven vorgeschlagen
Ganz konkret soll die Stadtverwaltung laut dem Antragstext prüfen, in welchen Bereichen von Witten ein Tierfriedhof eingerichtet werden könnte. Die CDU hat dafür das Gelände hinter dem städtischen Friedhof Heven, an der Kreuzung Billerbeckstraße/Potthoffstraße, ins Gespräch gebracht. „Ich persönlich könnte mir das grundsätzlich auch sehr gut auf ungenutzten Flächen von Friedhöfen vorstellen“, ergänzt Susanne Bergstein. Sie ist selbst Tierhalterin und kann die Probleme, die mit dem Tode des geliebten Vierbeiners verbunden sind, daher sehr gut nachvollziehen: „Viele haben ja keinen Platz im eigenen Garten, an dem sie ihren Hund, die Katze oder den Wellensittich begraben könnten.“


Private Betreiber sind denkbar
Wichtig ist ihr auch, dass die Stadtverwaltung eine Einschätzung zu der Frage erarbeitet, ob ein Wittener Tierfriedhof unter städtischer Regie oder mit einem privaten Betreiber geführt werden sollte: „Ich denke, dass die Nachfrage groß wäre und daher auch private Betreiber interessiert sind“, betont die Sozialdemokratin. Sollte ein solches Modell in Betracht kommen, müsste eine städtische Aufsicht nach ihrer Auffassung jedoch sichergestellt sein. „Es müsste zum Beispiel eine verlässliche Begräbniskostentabelle geben.“ Susanne Bergstein selbst hat durch Nachfragen in umliegenden Städten schon erfahren, dass verstorbene Tiere von Wittener Haltern auf den dortigen Friedhöfen gar nicht unterkommen können: „Die Nachfrage ist oft so groß, dass nur Tiere von Einwohnern der eigenen Stadt berücksichtigt werden können.“ Der Mangel führe dann zwangsläufig dazu, dass es zu „illegalen“ Bestattungen in städtischen Wohn- oder Waldgebieten kommt. „Diesen wenig zufriedenstellenden Zustand könnte ein Tierfriedhof beenden“, bilanziert Susanne Bergstein und wünscht sich ein positives Untersuchungsergebnis.


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