Palliativmedizin: Schmerzen lindern bis zum Schluss

Ein Netzwerk aus Ärzten, Onkologen, Seelsorgern, Schmerz- und Physiotherapeuten hilft.

Sie schon einmal etwas von Palliativmedizin gehört? Hinter dem Begriff verbirgt sich laut Weltgesundheitsorganisation die umfassende und schmerzlindernde Betreuung schwerstkranker Menschen, die nur noch eine überschaubare Zeitspanne Leben vor sich haben. Auch bei uns gibt es ein „Palliativnetzwerk EN-Süd mit Hattingen“.

In diesem Netzwerk arbeiten verschiedene Experten zusammen: Dazu gehören speziell weitergebildete Palliativmediziner, aber auch Seelsorger, Onkologen, Schmerz- und Physiotherapeuten, Apotheken mit speziellen Notfallmedikamenten und viele mehr. Ziel ist es, den schwerstkranken Patienten eine Verbesserung ihrer Situation zu ermöglichen, indem sie keine Schmerzen leiden müssen. Dadurch kann auch in der letzten Lebensphase eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Und das möglichst in den eigenen vier Wänden, obwohl das Netzwerk auch mit Hospizdiensten und ambulanten Hospizversorgungen zusammenarbeitet.

Jeder Hausarzt kann den Patienten überweisen
Im Palliativnetzwerk EN-Süd und Hattingen arbeiten die Palliativmediziner Ludger Keßel, Michael Wagner und Dr. Franz Krizanits aus Gevelsberg sowie Dr. Stefan Löffler aus Sprockhövel. Die Ärzte haben rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr Rufbereitschaft. Jeder Haus- und Facharzt kann Patienten mit einem entsprechenden Krankheitsbild an den Palliativmedizinischen Konsiliardienst Ennepe-Ruhr überweisen.
Heftige Diskussionen hatte es in den letzten Wochen gegeben um das Buch des Wittener Palliativmediziners Dr. Matthias Thöns. Er hatte die Überversorgung und damit die Geschäftemacherei mit Patienten am Ende ihres Lebens stark kritisiert, jedoch dabei die Situation in Witten und im Ennepe-Ruhr-Kreis als zufriedenstellend angesehen. Die Kritik in seinem Buch können indes viele seiner Kollegen nicht verstehen.   Die Palliativmediziner wollen dem Leben nicht mehr Tage geben, aber  den Tagen mehr Leben. anja

Erstkontakt: Palliativmedizinischer Konsiliardienst Ennepe-Ruhr,  
Sekretariat: Hagener Str 91, 58285 Gevelsberg,
Telefon: 02332/55130 52, E-Mail sekretariat@palliativnetz-en.de


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