Neujahrsempfang 2018 mit rund 300 geladenen Gästen

Quo vadis Sprockhövel: Stadtmarketing, Stadtsportverband und Stadtkulturring luden ein.

Zur Talkrunde gehörten der in Sprockhövel lebende Regisseur Christoph Böll (links), der heimische Unternehmer Werner Masannek und Detlef Weigel, ehemaliger deutscher Diplomat und Botschafter a.D. Außerdem saßen auf dem Podium Bürgermeister Uli Winkelmann, Beigeordneter Volker Hoven und MdL Bodo Middeldorf (FDP). Für die Musik sorgte Anna Christin Sayn (kleines Foto).

Zum Start ins neue Jahr luden Stadtmarketing, Stadtsportverband und Stadtkulturring erneut ins Golf-Hotel Vesper zum traditionellen Neujahrs-Empfang ein. Rund 300 geladene Gäste folgten der Einladung zu Gesprächen, Musik und Suppe.

Wie immer bei diesem „Who is who” gab es viel zu reden, zu sehen und zu verabschieden. Der in den Ruhestand wechselnde Klaus Bruder (AVU), der die Sprockhöveler Vereine viele Jahre begleitet hat, gab eine simple, aber wichtige Wahrheit mit auf den Weg: „Sprechen Sie immer miteinander, nie übereinander.”
Das wurde auf einem interessant besetzten Podium auch gleich umgesetzt: Ein Highlight war sicherlich der Botschafter a.D. der Bundesrepublik Deutschland, ein Sprockhöveler Neubürger, Detlef Weigel. Nachdem er von 1986 bis 1988 Ständiger Vertreter des Botschafters in Jamaika war, arbeite er als Referent für die Vereinten Nationen, Asien, Lateinamerika und Afrika in der Politischen Abteilung des Bundeskanzleramtes in Bonn und dann von 1992 bis 1997 als Referent im Planungsstab des Auswärtigen Amtes. Er war in den Botschaften in Frankreich und Spanien tätig und schließlich Botschafter der Bundesrepublik Deutchland in Lettland bis 2010. „Botschafter sind die Augen und Ohren der Bundesregierung und zunehmend auch deren Stimme, denn es gibt immer viele Fragen”, plaudert er aus seinem Leben. Für Sprockhövel wünscht er sich eine Entwicklung mit Augenmaß, denn: „Wenn ich mich in der Welt umschaue und meine Erfahrungen berücksichtige, dann kann ich sagen, dass unser Land oft beneidet wird. Wir können uns glücklich schätzen, hier zu leben.”
Lokal wurde es dann mit den Diskussionsbeiträgen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Den „einheitlichen Identitätsgedanken der Stadt Sprockhövel” vermisst Unternehmer Werner Masannek; den Wunsch nach Bautätigkeit im Hinblick auf die Umgehungsstraße äußern so wohl Bürgermeister Uli Winkelmann als auch Kämmerer und Baugeordneter Volker Hoven und MdL Bodo Middeldorf (FDP). Man verstehe sich nicht nur als Stadt im Grünen, man wolle auch wachsen und dazu müsse der Regionalplan geändert werden, damit auch zusätzliche Gewerbeflächen ausgewiesen werden könnten.
Projekte wie ein integriertes Handlungskonzept für Haßlinghausen, eine mögliche Verlegung des Busbahnhofes im Ortsteil Niedersprockhövel mit der Umsetzung der Barrierefreiheit und die Diskussion um eine weitere weiterführende Schule in Sprockhövel sorgen für Debatten.
Der seit vielen Jahren in Sprockhövel lebende Regisseur Christoph Böll, der Uli Winkelmann auch beim Ultraman auf Hawaii gefilmt hat, erklärt auf die Frage, wo man in zwanzig Jahre stehen werde: „Das ist kurz vor meinem 90. Geburtstag und ich denke, wir drehen dann einen Heimatfilm –  barrierefrei!“
Und wer weiß – vielleicht fällt nicht nur musikalisch mit Anna Christin Sayn und Lucas Huber Sierra (Piano) „Gold von den Sternen” (aus dem Musical „Mozart”) und wir sehen uns irgendwann  „Over the Rainbow”. Nach den musikalischen Leckerbissen gab es… Suppe!


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