Nathlos aneinandergereiht

Brandschutz ja – aber wo bleibt mein Auto?

Verbotsschilder bringen die Anlieger in arge Verlegenheit, da sie nun immer häufiger keinen Abstellplatz für ihre Fahrzeuge mehr finden.

Immer mehr Autos werden zugelassen, aber die Straßen bleiben so schmal, wie sie Ende der 50er und in den 60er Jahren als ausreichend empfunden und gebaut wurden. So auch in der Rauhen Egge im Ortsteil Buchholz, wo sich die abgestellten Pkw der Anlieger nahtlos aneinander reihen. Da verbleibt kein Platz für Löschfahrzeuge der Feuerwehr, wenn in den Häusern auf beiden Seiten der engen Einbahnstraße ein Brand ausbricht.
Um den für den Ernstfall zu reservieren, hat die Stadt Witten an etlichen Stellen der Straße Schilder aufstellen lassen, die ein Parken für Fahrzeuge dort absolut verbieten. Das bringt die Anlieger in arge Verlegenheit, da sie nun immer häufiger keinen Abstellplatz für ihre Fahrzeuge mehr finden. Sie fragen: „Brandschutz ja – aber wo bleibt mein Auto?“ SPD-Ratsmitglied Martin Kuhn hat sich intensiv um die Nöte der Anlieger gekümmert. Er hat unter anderem mit der Gartenstadt Hüttenau als größtem Grundstückseigentümer über die Anlage zusätzlicher Abstellplätze verhandelt, die sich aber aus Kostengründen nicht dazu in der Lage sieht.
Ortstermine mit der Verkehrsabteilung
Er hat Ortstermine mit der Verkehrsabteilung der Stadt Witten und der Feuerwehr durchgeführt und sogar Bürgermeisterin Sonja Leidemann durch die Rauhe Egge geführt. Die Verkehrsabteilung wird die Standorte der Halteverbotsschilder jetzt noch einmal überprüfen. Zum einen könnten sie eventuell in den Bereich von Einfahrten, Hauszugängen und Müllstellplätzen verlagert werden, um Abstellflächen weitgehend zu schonen, zum anderen könnten sie aus dem Fahrbahnbereich auf die angrenzenden Grundstücksflächen versetzt werden; denn die Rauhe Egge hat ein weiteres schwerwiegendes Problem: Bei Starkregen strömen gewaltige Wassermassen über die Straße, deren Abfluss von den vor den Bordsteinen stehenden Schilder-Pfählen behindert wird, sich stauen und über die Bordsteine in die angrenzenden Grundstücke ergießen.


Zustimmung der Grundstückseigentümer
Zu dieser Versetzung wäre allerdings die Zustimmung der betroffenen Grundstückseigentümer erforderlich. Was in dieser Sache auch geschieht, Parkplatznot wird für die Anlieger auch dann ein ständiges Problem bleiben. Ratsmitglied Martin Kuhn wird daher weiterhin mit der Gartenstadt Hüttenau verhandeln und intensiv versuchen, durchsetzbare Lösungen für zusätzlichen Parkraum der Anlieger zu finden.


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