Möglichkeit, einen leckeren Fisch auf dem Teller zu habenv

Es gibt gute Gründe, eine Angel auszuwerfen – Vorher ist allerdings eine Prüfung abzulegen.

Naturverbundenheit, Erholung und Entspannung am Gewässer in Kombination mit der Möglichkeit, einen leckeren Fisch auf dem Teller zu haben – es gibt gute Gründe, eine Angel auszuwerfen. Wer dies machen möchte, muss vorher allerdings die Fischerprüfung bestanden haben.
Im Ennepe-Ruhr-Kreis wird diese von der Unteren Fischereibehörde der Kreisverwaltung organisiert. 2017 stellten sich im Frühjahr und Herbst insgesamt 166 Bürger den Aufgaben und Anforderungen, 151 erfolgreich. Die Prüfung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Mindestalter für die Teilnahme ist 13 Jahre.
Im schriftlichen Teil müssen die Prüflinge jeweils zehn Fragen aus sechs Prüfungsgebieten beantworten. Hierzu zählen beispielsweise allgemeine Fischkunde, Natur- und Tierschutz sowie Gesetzeskunde. Im praktischen Teil gilt es, die Angelgeräte waidgerecht zusammenzustellen; nachzuweisen sind ausreichende Kenntnisse über die heimischen Fische, Neunaugen und Krebse.
Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung regeln die im Landesfischereigesetz festgelegte Hegepflicht der Gewässer und die zweckmäßige Gestaltung von ­Fischereibezirken. Sie legen die Bedingungen zur Fischereipacht fest und haben die Aufsicht über die Fischereigenossenschaften. Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist die Untere Fischereibehörde im Schwelmer Kreishaus zu finden.


30 neue Jäger an Ennepe und Ruhr
Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, benötigt einen Jagdschein. Grundlage dafür ist die erfolgreiche Teilnahme an der Jägerprüfung. Im vergangenen Jahr konnten sich 30 Teilnehmer freuen. Die 2017er-Statistik der Unteren Jagdbehörde im Schwelmer Kreishaus verrät zudem: Alle, die sich den Prüfungen stellten, bestanden auch. „Bestehen kann nur, wer ausreichende Kenntnisse in den Bereichen Tierarten und Naturschutz, Wildkrankheiten und Jagdhunde, Waffentechnik und Landschaftsrecht sowie der Behandlung des erlegten Wildes nachweist“, erläutert Peter Größ, Sachgebietsleiter Allgemeine Ordnungsangelegenheiten der Kreisverwaltung.
Erste Hürde auf dem Weg zum Jagdschein ist dabei ein Multiple-Choice-Test mit 100 Fragen. Zu beantworten ist beispielsweise, für welche Wildarten ein Nachtjagdverbot besteht und welche Faktoren die Flugbahn eines Geschosses beeinflussen, wie man junge Bäume vor Nageschäden durch Wildkaninchen schützt und wie lange die Tragezeit beim Schwarzwild ist.


Zulassungen für die Schießprüfung
Sind genügend Kreuze richtig gesetzt, gibt es die Zulassungen für Schießprüfung und mündlich-praktische Prüfung. „Sitzend und freihändig gilt es aus Entfernungen zwischen gut 30 und 100 Metern feste und bewegte Scheiben in Tierform sowie Kipphasen zu treffen“, sagt Peter Größ. Nicht weniger anspruchsvoll geht es ohne Büchse und Flinte weiter. In Dreiergruppen stellen sich die Jagdscheinbewerber für gut neunzig Minuten einer Prüfungskommission.
Neben der Jägerprüfung, die einmal im Jahr angeboten wird, ist die Untere Jagdbehörde auch für das Erteilen und Verlängern der Jagdscheine zuständig.


Anmeldefristen Jäger- und Fischerprüfung
Interessenten müssen ihre Anträge bis Freitag, 23. Februar (Jäger) beziehungsweise Freitag, 16. März (Fischer) abgegeben haben. Termine für die Jägerprüfung Montag, 23. April (schriftliche Prüfung) sowie Samstag, 28. April (Schießprüfung). Dazu kommt noch die mündlich-praktische Prüfung Anfang Mai.
Die Fischerprüfung findet Mitte April statt und besteht aus einem theoretischen Teil am Samstag, 14. April und einem praktischen Teil am Freitag, 20. April sowie gegebenenfalls Samstag, 21. April.
Die notwendigen Antragsformulare und Merkblätter finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.en-kreis.de. Interessierte geben direkt auf der Startseite in die „Schnellsuche“ die Stichworte Jägerprüfung oder Fischerprüfung ein.
Telefonisch können die Unterlagen unter der Nummer 02336-93 2428 angefordert werden. Informationen auch auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.en-kreis.de.


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