Markt verdient Note „gut“

Arbeitslosigkeit auf historischem Tiefstand.

Olaf Schade (links), Marcus Weichert (Mitte) und Heiner Dürwald stellten die Zahlen rund um den Arbeitsmarkt 2017 vor. Gastgeber war das Wetteraner Unternehmen AHE. Geschäftsführer Johannes Einig; Jürgen Köder, Geschäftsführer EN-Agentur; und Bürgermeister Frank Hasenberg nahmen die Informationen interessiert zur Kenntnis.

„Im Jahresdurchschnitt 444 weniger Arbeitslose, bei den Stellenangeboten ein Plus von 1729 und mit 2 437 ein Drittel mehr unbesetzte Stellen – diese Zahlen und Fakten belegen: Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis haben wie in den Vorjahren auch 2017 die Note ,gut‘ verdient.“
Diese Bilanz zogen jetzt Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Landrat Olaf Schade und Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN. Als bemerkenswert hoben die drei auch das erneute Plus von fast 1 500 Stellen bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hervor. Mehr denn je verfügen inzwischen über einen solchen Arbeitsplatz: 105 520 Menschen. Auch dies hat zu einer historisch niedrigen Arbeitslosenzahl – Ende November 2017 waren es 10 285 – beigetragen.
Ebenso erfreulich: Die gestiegene Beschäftigung kommt allen zugute. So meldet die Agentur für Arbeit mit Blick auf das Anforderungsniveau ein Plus von 753 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei Helfen, von 423 bei Fachkräften und von 182 bei Experten.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
„Sehr positiv“, sagte Dürwald mit Blick auf das Jobcenter EN, „ist in den letzten zwölf Monaten der weitere Rückgang der von uns betreuten Langzeitarbeitslosen. Im Jahresdurchschnitt waren es 7 273 Erwerbslose, 592 weniger als 2016.“ Ein Grund für den Erfolg: Rund 3 200 Menschen nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf. Für Dürwald eine durchaus bemerkenswerte Zahl.
Denn: „Wir betreuen Menschen, die sehr individuelle Kombinationen aus Mängeln bei Ausbildung und Berufserfahrung, gesundheitlichen Einschränkungen und Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mitbringen.“ Um hier helfen zu können, sei man auf die Bereitschaft der Unternehmen angewiesen, auch Personen einzustellen, die nicht dem Idealbild eines Bewerbers entsprechen. „Diese gibt es aber und wir unterstützen das regelmäßig mit Eingliederungszuschüssen, Betriebspraktika oder Einstiegsqualifizierungen.“


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