Kosten einer Fassadensanierung

Die Fassade schützt das Haus vor Wind und Wetter. Sie ist tagtäglich wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt, wodurch Schäden im Laufe der Zeit nicht ausbleiben. Wenn die Farbe abblättert oder der Putz bröckelt, müssen Hausbesitzer handeln. Aber welche Möglichkeiten gibt es und wie hoch sind die Kosten der Fassadensanierung eigentlich?

 

Abhängig vom Anlass der Arbeiten haben Hausbesitzer verschiedene Möglichkeiten, die Fassade wieder auf Vordermann zu bringen. Angefangen von einem neuen Anstrich oder kleineren Ausbesserungen am Putz, können sie diesen dabei auch komplett neu aufbringen oder mit einer Vorhangfassade versehen. Die Kosten der Fassadensanierung steigen dabei mit dem Aufwand der nötigen Arbeiten.
Kosten für einen neuen Anstrich der Fassade
Durch einen neuen Anstrich erstrahlt das eigene Haus in neuem Glanz. Die Maßnahme ist vergleichsweise günstig und mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst zu erledigen. Abhängig vom Untergrund müssen die Fassadenflächen dabei unter Umständen von Algen sowie Pflanzenresten befreit und grundiert werden. Neben der neuen Farbe ist darüber hinaus vor allem bei größeren Häusern oft auch ein Gerüst erforderlich. Die Kosten dieser Fassadensanierung belaufen sich auf rund 2 bis 5 Euro pro Quadratmeter für die Grundierung und 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter für die Farben. Ist ein Gerüst erforderlich, kommen noch einmal 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter hinzu. Soll ein Maler die Fassade streichen, schlagen die Lohnkosten mit rund 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter zu Buche.
Kosten für Ausbesserungsarbeiten am Putz
Wenn der alte Putz reißt oder bröckelt, sollten Hausbesitzer nicht lange mit einer Sanierung warten. Denn durch die Schäden gelangt Feuchtigkeit in das Mauerwerk und weitere Probleme können entstehen. Um dabei teure Folgekosten zu vermeiden, lohnt es sich einen Experten hinzuziehen. Hat dieser die Ursachen geklärt, können Hausbesitzer einzelne Stellen mit einer geeigneten Spachtelmasse oder speziellem Putz ausbessern lassen. Die Kosten der Fassadensanierung durch einen Handwerker belaufen sich dabei auf rund 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter.
Kosten der Fassadensanierung mit neuem Putz
Für eine Putzerneuerung haben Hausbesitzer zwei Möglichkeiten. Ist der alte Putz noch tragfähig, reicht es meistens, einen neuen Deckputz (Oberputz) aufzubringen. Das ist vergleichsweise günstig und funktioniert auch ohne eine Dämmung. Wenn der Zustand der alten Fassadenbeschichtung jedoch schlecht ist, muss diese zunächst entfernt werden. Anschließend bringen Handwerker die von der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten Dämmmaterialien sowie einen neuen Putz auf.
Die Kosten der Fassadensanierung für einen neuen Deckputz / Oberputz belaufen sich auf rund 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Ist die alte Beschichtung vorher abzuschlagen, steigen die Ausgaben auf etwa 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Kommt zusätzlich ein Gerüst zum Einsatz, können Hausbesitzer mit Extrakosten von 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter rechnen.
Kosten einer neuen Fassadendämmung
Geht es um die Sanierung einer Fassade, kann auch eine neue Fassadendämmung nötig sein. Denn die wird von der Energieeinsparverordnung immer dann gefordert, wenn Hausbesitzer mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche erneuern oder eine plattenartige Verkleidung (Vorhangfassade, Klinker, etc.) auf der Außenseite anbringen. Die Kosten der Fassadensanierung mit Dämmung belaufen sich dabei auf 15 bis 250 Euro pro Quadratmeter einschließlich der neuen Fassadenbekleidung.
Kosten für eine neue Fassadenbekleidung
Alternativ zum neuen Putz können sich Hausbesitzer auch für eine andere Art der Fassadenbekleidung entscheiden. Zur Auswahl stehen dabei zum Beispiel Klinker, Schiefer, Kunststoffelemente, Holzverkleidungen, Metall oder andere Vorhangfassaden. Die Möglichkeiten sind vergleichsweise langlebig, aber auch teuer. Denn sie dürfen in der Regel nicht ohne Dämmung angebracht werden. Die Kosten der Fassadensanierung durch eine neue Bekleidung ähneln denen für einen neuen Putz und unterscheiden sich lediglich im Preis für die Beschichtung. Während neue Klinker dabei mit rund 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen, kostet eine Schiefereindeckung der Fassade rund 60 bis 200 Euro pro Quadratmeter. Für Kunststoffelemente müssen Hausbesitzer hingegen mit 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter rechnen. Planen sie eine neue Vorhangfassade, zum Beispiel mit Holz oder Faserzementplatten, schlägt diese mit rund 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter zu Buche.
Fördermittel für sinkende Ausgaben:
Förderung für die Fassadensanierung
Lassen Hausbesitzer auch eine neue Dämmung anbringen, bekommen sie eine Förderung der KfW. Zur Auswahl stehen dabei günstige Kredite und einmalige Zuschüsse in Höhe von 10 Prozent der Kosten der Fassadensanierung. Die Mittel gibt es jedoch nur dann, wenn der energetische Stand die Anforderungen der EnEV übertrifft und ein Energieberater die Maßnahme bestätigt. Alles Wichtige zu den Voraussetzungen und der richtigen Beantragung der Maßnahmen erklären wir im Beitrag Förderung für die Fassadendämmung. Wer keine Förderung in Anspruch nehmen kann, sollte die Handwerkerkosten von der Steuer absetzen.
Info: Die Kosten für eine Fassadensanierung wurden sorgfältig recherchiert. Es handelt sich jedoch um Durchschnittswerte für eine erste Kalkulation. Je nach Region, Zustand der Fassade und ausgewählten Materialien können die tatsächlichen Kosten auch davon abweichen. Sicherheit über die Kosten erhalten Hausbesitzer mit einem Handwerker-Angebot.
Quelle: Enegie-Fachberater.de


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