Kleine Hirsche und außergewöhnliche Wildkatzenarten

Euro-Grab Streichelzoo soll „Tier-Erlebniswelt“ werden – Erstes grobes Konzept versprochen.

Gerne macht auch Familie Goda aus Witten eine Stippvisite zum Streichelzoo. Doch die Zukunft des Zoos auf dem Hohestein ist nicht gesichert.

Eine neue Konzeption für den Streichelzoo auf dem Hohenstein nährte im Sommer 2016 die Hoffnung, die Attraktivität des beliebten Ausflugsziels auf dem Hohenstein weiter zu erhöhen und den Streichelzoo gleichzeitig in die schwarzen Zahlen zu führen.
Wie in der Presse zu lesen war, belaste der Streichelzoo das Geldsäckel der Stadt Witten jährlich mit rund 80 000 Euro und binde anderthalb Mitarbeiter. Auf der Habenseite stehen geschätzte 100 000 Besucher, die jährlich – bei freiem Eintritt – den Weg zu den Ziegen, Meerschweinchen und Hühnern finden.
Gemeinsamer Antrag
Susanne Bergstein (SPD) hatte sich bei der Wittener Wildtiergesellschaft (WWG) fachlichen Rat geholt und anschließend die Stadt Witten in einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU mit der Prüfung beauftragt, ob sich aus dem Streichelzoo eine Tier-Erlebniswelt entwickeln ließe. Neben neuen Ideen, wie Führungen, Mitmach-Aktionen und Fachvorträgen sei geplant, die Auswahl der gezeigten einheimischen Tierwelt um weitere Tiere wie kleine Hirsche und außergewöhnliche Wildkatzenarten zu erweitern. Die so entstehende Tier-Erlebniswelt wäre dann aber eintrittspflichtig.
„So weit sind wir längst noch nicht“, meint aber ein Vertreter der WWG. Wir haben der Stadt ein erstes grobes Konzept für das vierte Quartal 2017 versprochen.“ In dem Konzept würde das Thema „Sicherheit und Kosten“ sehr viel Raum einnehmen.
Die Herausforderung sei, so der erfahrene Tierhalter und Züchter der WWG, die neue Tierwelt gegen Einbruch und Ausbruch zu sichern, damit die gezeigten Tiere nicht allein, vor allem aber auch nicht durch mutwilliges Eindringen Dritter in die Freiheit gelangen können und in den Waldgebieten um den Hohenstein herumstreunen würden. Beispiele, wie festgefahrene Autos auf den Wiesen am Hohenstein, würden zeigen, was vor allem nachts auf dem einsamen Gelände alles passiert.
Sauber gerechnet
„Diese Investitionen müssten natürlich sauber gerechnet und alle bisherigen Angaben auf dem Prüfstein gestellt werden“, so die WWG, die die angeblichen Zahlen von 100 000 Besuchern im Jahr in Zweifel zieht. „Diese Besuchermenge würde bedeuten, dass sommers wie winters Tag für Tag im Schnitt rund 300 Menschen den Weg durch das Eingangstor in den Streichelzoo finden würden, da hätte ich schonmal meine Zweifel.“ Dass solch eine Tierwelt sich durchaus rechnen könnte, zeigen nach Überzeugung der WWG Beispiele aus Ennepetal und Solingen.
Abstand nehmen
Zu Ergebnissen möchte auch die Stadtverwaltung Witten kommen und teilte der WWG jetzt mit, dass sie dem zuständigen Ausschuss empfehlen werde, Abstand von der Idee zu nehmen, wenn nicht bis zur nächsten Sitzung am Donnerstag, 16. November, ein aussage- und prüfungsfähiger Vorschlag vorliege.


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