Interaktive Kugel gewinnt Preis für Gesundheitsvisionäre

„Digitale Helfer im Alter“: An der Uni Witten wurden drei junge Gründer für die Entwicklung eines technikgestützten ­Therapieballs ausgezeichnet. Er reagiert auf äußere Einflüsse.

Jury und Preisträger „Ichó“ (v.l.): Christel Bienstein, Stephan Kohorst, Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Steffen Preuß („Ichó“, 1. Platz), Frank Wiemer, Ronja Kanitz, Dr. Hari Sven Krishnan.

Unter dem Motto „Digitale Helfer im Alter“ wurde an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) der Preis für Gesundheitsvisionäre verliehen. Das Startup „Ichó“ konnte sich mit seinem interaktiven Therapieball im Pitch-Contest erfolgreich gegen sieben weitere Teams durchsetzen.
Den zweiten Platz belegte „Caru“ aus der Schweiz mit einem intelligenten Alarmsystem, und der dritte Platz wurde an die „Varomo UG“ mit dem Robotertisch „Carecules“ verliehen.
Acht innovative Startups präsentierten ihre Ideen beim „Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre“ zum Thema „Digitale Helfer im Alter“ an der Universität Witten/Herdecke vor einer Jury aus Gesundheitsforschung und Wirtschaft. Vizepräsident Professor Dr. Jan Ehlers beglückwünschte in seiner Rede die Finalisten zu ihren Produkten, in denen viel Herzblut stecke. Und tatsächlich war es für die Mitglieder der ­Jury (Professorin Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Stephan Kohorst, Professorin Christel Bienstein, Dr. Hari Sven Krishnan, Ronja Kanitz, Frank Wiemer) eine schwierige Entscheidungsaufgabe. „Auch in diesem Jahr haben wir vielversprechende digitale Produktentwicklungen an die UW/H geholt“, sagt Stephan Kohorst, Unternehmer und im Vorstand des Kuratoriums der Universität. „Spannende Ideen und Persönlichkeiten“, bestätigt Professorin Dr. Sabine Bohnet-Joschko, die Initiatorin und wissenschaftliche Leiterin des Wettbewerbs. „Wir zeigen, dass ein selbstbestimmtes Leben und gute Versorgung im Alter durch innovative digitale Lösungen gefördert werden können.“ Nach einem knapp vierstündigen Wettbewerb standen die Gewinner fest:
Den ersten Platz und damit 7 000 Euro Preisgeld sicherte sich das Team von „Ichó“ aus Düsseldorf mit einem technikgestützten Therapieball, der Pflegebedürftige durch interaktive Licht-, Bewegungs- und Klangimpulse in ihren motorischen und kognitiven Fähigkeiten beschäftigen und fördern kann. Während Tablets mit interaktiven Anwendungen bei der Zielgruppe der Pflegebedürftigen teilweise auf Ablehnung stoßen, wird die bekannte Form eines Balls gern akzeptiert und spielerisch genutzt.
Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 2 000 Euro wurde „Caru“ ausgezeichnet.


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