Elfringhausen hat die Nase vorn

„Wir haben in Elfringhausen, Oberbauer und Waldbauer drei Dorfgemeinschaften gesehen, die auf sehr guten Wegen unterwegs sind. Überall übernehmen die Engagierten Verantwortung, um zu gestalten, zu erhalten und zu verbessern, was in ihrem Dorf geschieht..."

Der Einladung zur Ehrungsveranstaltung im Schwelmer Kreishaus waren Aktive aus allen drei Dorfgemeinschaften gefolgt. Zu den Leistungen gratulierten neben Landrat Olaf Schade und Dr. Anke Schirocki auch die Bürgermeister André Dahlhaus, Imke Heymann und Dirk Glaser.

Dieses Engagement zu unterstützen, genau das ist das Ziel des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Dr. Anke Schirocki nutzte die Ehrungsveranstaltung im Schwelmer Kreishaus, um ihre „Vor-Ort-Eindrücke“ lobend auf den Punkt zu bringen. Gleichzeitig hatte die Wettbewerbskoordinatorin der Landwirtschaftskammer NRW für die Elfringhauser eine besonders gute Nachricht im Gepäck: „Sie vertreten den Ennepe-Ruhr-Kreis 2018 beim Landeswettbewerb. Die Jury wird im Sommer bei ihnen zu Gast sein.“ Eine neunköpfige Jury hatte sich Anfang September in Hattingen, Ennepetal und Breckerfeld ein Bild von den Aktivitäten gemacht. Präsentiert wurden Projekte, die kulturelle, soziale, wirtschaftliche, bauliche und ökologische Aspekte aufgreifen. Als Beispiele, die den Jurymitgliedern in bester Erinnerung geblieben sind, nannte Schirocki unter anderen die Ehrenamtskneipe und den Einsatz für schnelles Internet in Oberbauer, altes Spritzenhaus und Dorfplatz samt Pflege in Waldbauer sowie das Heimatfest, Kunst- und Theaterprojekte und der runde Tisch für alle Bürger in Elfringhausen.
„Sie alle haben ihre Potentiale erkannt und setzen Ideen um. Am weitesten sind aktuell die Elfringhauser. Daher sieht die Jury hier die besten Chancen, wenn es darum geht, sich auf Landesebene mit anderen Dorfgemeinschaften zu vergleichen“, erläuterte Schirocki. Das Votum sorgte für Freude auf der einen Seite, ließ auf der anderen aber keinen Frust aufkommen. „Alle Beteiigten können schließlich etwas aus den Vorbereitungen und der Präsentation ihrer Dörfer mitnehmen. Sie haben quasi eine Inventur dessen gemacht, was möglich und wünschenswert wäre, Ideen gesammelt und Struktur in die Vorschläge und Vorhaben gebracht“, hob Landrat Olaf Schade hervor. Über die Grenzen der jeweiligen Dorfgemeinschaften hinaus sei erkennbar geworden: „Hier sind Menschen, die Dinge gemeinsam und tatkräftig in die eigenen Hände nehmen.“ Ebenfalls auf der Habenseite verbuchen können alle die von der Bewertungskommission gelieferten Rückmeldungen und Hinweise sowie eine Anerkennung der geleisteten Arbeit durch den Gevelsberger Energieversorger AVU. „Es ist wirklich beeindruckend, was Sie auf die Beine gestellt haben und für die Zukunft Ihres Dorfes noch planen. Deshalb unterstützen wir alle drei Projekte gerne. Elfringhausen wünschen wir für den Vergleich auf Landesebene viel Erfolg“, so AVU-Vorstand Uwe Träris im Schwelmer Kreishaus.
Stichwort „Unser Dorf hat Zukunft“
Der Wettbewerb hat Tradition, lange hieß er „Unser Dorf soll schöner werden“. Seit mehr als fünf Jahrzehnten bietet er Dorfgemeinschaften die Chance mit individuellen Ideen Impulse zu setzen und so die Lebensqualität vor Ort zu steigern. Während bundesweit in der Vergangenheit über 10.000 Dörfer mitgemacht haben, hatte es bisher an Ennepe und Ruhr keinen Wettbewerb mit mehreren Dorfgemeinschaften auf Kreisebene gegeben. „Das ist jetzt Geschichte“, freut sich Landrat Olaf Schade. Zusammen mit den drei Bürgermeistern André Dahlhaus, Imke Heymann und Dirk Glaser hofft er in drei Jahren nicht nur auf ein erneutes Mitmachen der diesjährigen Teilnehmer. „Es dürfen ruhig noch weitere dazukommen.“


Bilder