Ein Bild davon machen, wohin die Wärme verschwindet

Was das Haus „hergibt“: Jahreszeit bietet gute Voraussetzung für Thermografie-Aufnahmen.

 

Die Thermografie zeigt deutlich, wo die Schwachstellen im Haus sind. Die roten Stellen deuten auf hohen Wärmeverlust infolge schlechter Dämmung der Außenwände hin. Das mindert die Wohnqualität und schadet dem Geldbeutel.

„Defekte Fensterdichtungen und schlecht gedämmte Außenwände oder Dächer sind echte Energie-Räuber. Diese Wärmelecks verschwenden Energie, und das können Sie an Ihrer Verbrauchsrechnung ablesen“, warnen die Wittener Stadtwerke.
Und weiter rät der lokale Energieversorger: „Thermografie – machen Sie sich ein Bild davon, wohin die Wärme verschwindet.“ Infrarotbilder entlarven Wärmelecks im Haus, sie zeigen, was das Haus „hergibt“. Das schadet Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen.
Andreas Skrypietz, Energieberater bei der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ (DBU) sagt dazu: „Wenn Hauseigentümer wissen möchten, an welchen Stellen ihres Gebäudes die meiste Energie verloren geht, sollten sie gerade jetzt aktiv werden. Denn die kalte Jahreszeit bietet beste Voraussetzungen für gute Thermografie-Aufnahmen.“
Wärmelecks können heute ganz leicht sichtbar gemacht werden. Bei der Thermografie wird mit modernen Infrarotkameras eine Aufnahme eines Gebäudes gemacht. An dieser Thermografie können Experten die Ober­fläch­en­tem­pe­raturen des Gebäudes ablesen.
Wärme­lecks und Kälte­brücken werden so schnell entlarvt und lassen sich anschließend gezielt schlie­ßen – sei es durch ­eine neue Fensterdichtung oder die Dämmung einer Wand. Die Technologie eignet sich ebenfalls zur Darstellung von Feuchteschäden und bietet die Möglichkeit zur Kontrolle von Fassadensanierung oder Dämm-Maßnahmen. Die Aufnahmen sind also der erste Schritt bei einer guten, umfassenden Energieberatung.
Seit 2007 bieten die Stadtwerke Witten jährlich eine Thermografie-Aktion, die Ende Oktober beginnt. Bei Interesse können Kunden sich bei den Energieberatern anmelden. Die Aufnahmen werden – je nach Witterung – im Zeitraum von Dezember bis Februar gemacht.
Die Kosten für die Thermografie-Aktion ­betragen – je nach Hausgröße – 140 bis 240 Euro. Für sehr große Objekte wird der Preis individuell vereinbart. Die Energieberater Peter Roß und Christian Dresel helfen gerne, E-Mail: christian.dresel@stadtwerke-witten.de und peter.ross@stadtwerke-witten.de.
Eine Thermografie zum Aufspüren von Wärme-Lecks ist also sinnvoll. Mit ihrer Hilfe erstellen Fachleute Momentaufnahmen, auf denen sie die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen am Gebäude erkennen können. Anhand der Verteilung der Temperatur sehen sie, wo am Gebäude Problemstellen verborgen sind. So werden etwa sogenannte Wärmebrücken schnell entlarvt. „Wärmebrücken sind die kältesten Stellen an Wänden und entstehen, wenn ­etwa die Dämmung nicht lückenlos anschließt. Dann kommt schnell das Gefühl auf, dass es in der Wohnung zieht oder es in der Heizsaison nicht richtig warm wird“, erklärt Andreas Skrypietz. „Zwischen den Innenräumen und der Umgebung sollten mindestens 15 Grad Unterschied sein. Idealerweise misst man am frühen Morgen, damit die Fassade nicht schon von der Sonne aufgewärmt wurde“, sagt der Energieberater. Auch für Hausbesitzer, die ihr Haus bereits saniert haben, kann der Einsatz einer Wärmebild-Kamera sinnvoll sein. Andread Skrypietz sagt: „Der Hausbesitzer kann damit sichergehen, dass alle Schwachstellen beseitigt wurden und die ausführenden Unternehmen gute Qualität abgeliefert haben.“


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