E-Bikes sind auch für strenge Temperaturen gemacht

Allerdings sollte man einige Besonderheiten beachten – Akku hat nicht mehr volle Leistung.

Durchfahren oder Einlagern? Wer mit seinem Fahrrad gern im Winter fährt, kann dies selbstverständlich auch mit dem E-­Bike tun. Aus technischer Sicht sind sie auch für den Einsatz bei strengen Temperaturen gemacht. Allerdings sollte man ­einige Besonderheiten beachten.
Aufgrund der niedrigeren Temperaturen kann der Akku im Winter unter Umständen nicht mehr seine volle Leistung abrufen. Da der Stromspender erst einmal auf Temperatur gebracht werden muss, verbraucht er schon ab dem Start mehr Energie als bei warmen Bedingungen.
Dadurch verringert sich die Reichweite gegenüber einer Fahrt im Sommer. Der „Pressedienst Fahrrad“ warnt daher zu entsprechender Vorsicht bei Langstreckenfahrten zu dieser Jahreszeit. Marijke von Dijk, Marketingmanagerin beim niederländischen Radspezialisten „Koga“, rät, Akkus immer bei Raumtemperatur zu laden und sie erst bei Fahrtantritt an das Rad zu stecken. Während der Fahrt kann zudem eine spezielle Neopren-Hülle über den Akku gezogen werden, die ihn auf Temperatur hält und auch vor Nässe oder Streusalz schützt.
Bei längeren Pausen in Innenräumen hilft es, den Akku vom Rad mitzunehmen, damit er nicht auskühlt. Die elektrischen Kontakte sollte man dann vor Feuchtigkeit zu schützen. Die Kappe wird als Abdeckung über die Anschlusskontakte gesteckt. Sind die elektronischen Teile geschützt, kann man sich Kette und Schaltung widmen. „Ein E-Bike unterscheidet sich bei der Durchführung der Pflege von Antriebskomponenten kaum von einem herkömmlichen Fahrrad. Aufgrund der höheren technischen Belastung auf die Antriebskomponenten sollte allerdings ein höheres Augenmerk auf die Pflege gelegt werden.
Gute Pflegemittel gewährleisten eine Schutzwirkung über mehrere Monate. Streusalz kann den Komponenten aber trotz guter Schmierung zusetzen. Deshalb darf man im Winter auch gerne einmal nacharbeiten. Mehr und mehr E-Bike-Hersteller setzen auf einen wartungsarmen Carbonriemenantrieb. Der Carbonriemen braucht kein Öl und ist nicht so anfällig gegenüber Schmutz. Zudem hält er laut Marktführer „Gates“ zwei- bis dreimal so lang wie eine Kette. Speziell bei E-Bikes mit Mittelmotoren sind die Ketten hohen Belastungen ausgesetzt. Der Riemenantrieb läuft hier reibungsloser und verschleißt auch bei kälteren Temperaturen nicht so schnell. Für den Winterfahrer zusätzlich denkbar ist eine Zentralgetriebeschaltung in Kombination mit einem Hinterradnabenmotor.


Bilder