Die AVU bleibt erfolgreich

Bilanzgewinn für Standort Ennepe-Ruhr.

Vorstand Uwe Träris (l.) und Prokurist Hans-Jörg Beckmänning

Mit der Hauptversammlung ist das Geschäftsjahr 2017 formell abgeschlossen: Die Aktionäre der AVU beschlossen eine Gewinnausschüttung von 14,4 Millionen Euro. Damit bleibt die AVU unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich und kann eine Dividende von einem Euro je Aktie ausschütten.
Dieser Bilanzgewinn ist seit 2011 stabil und kommt dem Wirtschaftsstandort Ennepe-Ruhr zugute – denn der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Städte Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal halten 50 Prozent der Aktien. Insgesamt ist die regionale Wertschöpfung um 5,3 Prozent auf 73,7 Millionen Euro gestiegen. In diese Summe fließen weitere Leistungen und Zahlungen der AVU-Gruppe für die Region mit ein, vor allem die Konzessionsabgaben (9 Millionen) und die Gewerbesteuern für alle Kommunen im Kreis (6,2).
Vorstand Uwe Träris und Prokurist Hans-Jörg Beckmänning zogen auf der Bilanz-Pressekonferenz diesen positiven Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2017. Sie machten aber auch deutlich, dass trotz eines Umsatzplus von 8,2 Prozent der Jahresüberschuss wettbewerbsbedingt um über eine Million Euro gesunken ist.
Der Bilanzgewinn ist dank vorhandener Gewinnrücklagen auf Vorjahresniveau. Die AVU zeigt sich hier wieder als verlässlicher Partner der Kommunen. „Die Energiewirtschaft verändert sich und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Belastungen durch die Pensionsrückstellungen machen das Geschäft nicht einfacher“, beschrieb Träris die Situation.
Kontinuierlich arbeitet die AVU daran, sich auf die Anforderungen aus dem Wettbewerb einerseits und auf neue Vorgaben durch Regulierungsbehörden andererseits einzustellen. Uwe Träris erläuterte: „Im Herbst des letzten Jahres haben wir ein Strategieprogramm begonnen, um Prozessverbesserungen in der AVU-Gruppe zu erreichen.“ Hans-Jörg Beckmänning ergänzte: „Neben Projekten zur Stabilisierung des Kerngeschäfts haben wir in der AVU-Gruppe viele Projekte gestartet, die eine erhebliche Verbesserung der Kostenstruktur zum Ziel haben. Die Beziehung zum Kunden und die internen Prozesse werden digitaler.“ Dabei gehe es um eher interne Arbeitsschritte wie die Digitalisierung des Posteingangs ebenso wie um die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Kunden der AVU. Uwe Träris betonte: „Mein Dank gilt dabei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Projektgruppen aktiv sind.“
Zum Jahresbeginn 2018 hat die AVU die Preise für Strom und – erstmals nach fast 20 Jahren – für Wasser erhöht. Die Strompreise stiegen wegen der gesetzlich festgelegten Netzentgelte.


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