Bewegungsbad des Krankenhauses wird zu einer Erholungsoase

Evangelisches Krankenhaus nimmt das runderneuerte Bad im Sockelgeschoss in Betrieb.

Das therapeutische Team um Irene Harras (hinten rechts), Leitung des Therapiemanagements, freut sich über das neue Bewegungsbad. Ein Teil des Teams ist zum „Anschwimmen“ ins Wasser gesprungen.

Das Evangelische Krankenhaus Witten nimmt nach rund sieben Monaten Bauzeit das runderneuerte Bewegungsbad im Sockelgeschoss in Betrieb.
Für dieses Bauvorhaben hat das Evangelische Krankenhaus Witten fast 1,3 Millionen Euro investiert. „Wir möchten dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung in Witten mit hochwertigen therapeutischen Angeboten weiter zu verbessern“, betont Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter. Hierfür beauftragte das Krankenhaus ein Architekturbüro aus Castrop-Rauxel. Das Büro „sektor 3 architekten“ arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Evangelischen Krankenhaus zusammen. „Wir arbeiten immer wieder gerne mit dem  Krankenhaus zusammen“, erklärt Dipl.-Ing. Silke Haremsa, eine der drei Geschäftsführer des bereits seit elf Jahren bestehenden Büros. „sektor 3 architekten“ waren bei diesem Bauprojekt von der Gestaltung bis hin zur Bauleitung tätig.
Die Räume des Bewegungsbades wurden komplett entkernt und völlig neu gestaltet. Die größte Herausforderung stellte dabei die „Tieferlegung“ des Schwimmbeckens dar. Das neue Bassin aus Edelstahl, das rund 200 Kubikmeter Wasser fasst, ist in den Boden eingelassen und ermöglicht einen ebenerdigen Einstieg. Dafür musste das alte Becken einschließlich seiner Stahlbetonsohle entfernt werden. Diese entpuppte sich mit einer Dicke von 1,70 Meter unerwartet stark und musste mit Hilfe von Kleinbaggern zerteilt und abtransportiert werden. Im hinteren Teil der Schwimmhalle trennen sanftgrüne, geschwungene Raumteiler den Ruhebereich ab. Diese ragen wie Gräser an der Ostseeküste aus den sandfarbenen Bodenfliesen heraus. Hier sorgen eine Fußbodenheizung, für die Heizschlangen speziell in den Estrich gefräst wurden, und Infrarotstrahler an den Decken für wohlige Wärme. Umkleiden und Sanitäranlagen wurden ebenfalls vollständig erneuert und deutlich vergrößert.
Auch die gesamte Technik wurde ausgetauscht. Heizungs- und Lüftungs-, Umwälz- und Filteranlage, die Beleuchtung mit energiesparenden LED,  Elektroinstallation und Brandschutz sind auf dem neusten Stand. Das Wasser in dem Edelstahlbecken kann mit Unterwasserstrahlern mit verschiedenen Farben erleuchtet werden. Und die Decke mit Himmel-Attrappe verleiht dem Raum eine erfrischende, natürliche Atmosphäre.
Die Architekten und Ihre Auftraggeber sind sehr zufrieden mit der Umgestaltung und freuen sich auf die neuen Räumlichkeiten, die ab sofort nicht nur Zweck und Funktion erfüllen, sondern die Besucher auch zum Entspannen und Wohlfühlen einladen.


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