Bewährtes Intermezzo soll unbedingt beibehalten werden

Evangelischer Kirchenchor Haßlinghausen feiert in diesem Jahr sein 95-jähriges Bestehen.

Das Foto zeigt die Urkunde, die der Chor aus Anlass seines 75-jährigen Jubiläums erhalten hat.

Der „Evangelischer Kirchenchor Haßlinghausen“, gegründet 1923, feiert in diesem Jahr sein 95-jähriges Bestehen – eine lange Zeit, in der viel geschehen ist.
Der Chor in seiner heutigen Zusammensetzung mit derzeit etwa 40 Mitgliedern besteht in dieser Form seit 2006. Damals wechselte sein Leiter Werner Altenhein von Hattingen-Blankenstein nach Sprockhövel-Haßlinghausen. Seine Befürchtungen, dass der ehemalige Blankensteiner Chor „zerfallen“ würde, waren jedoch unbegründet. Viel mehr als nur eine Handvoll Sänger blieb ihm nach mehr als 38 Jahren treu und verstärkte von da an den Haßlinghauser Chor.
Dieses Jahr soll nun zu etwas ganz Besonderem für die Mitglieder und auch die Besucher werden, wobei die beiden traditionellen Sommerkonzerte am 7. und 8. Juli, immer am letzten Wochenende vor den Sommerferien, und die beiden Weihnachtskonzerte am 3. und 4. Advent die Höhepunkte des Geburtstagsjahres darstellen sollen.
Das bewährte Intermezzo aus geistlicher, klassischer aber auch moderner und weltlicher Musik soll unbedingt beibehalten werden, aufgepeppt mit noch dem einen oder anderen Höhepunkt. Neben den wöchentlichen Proben leistet der Chor auch in der Gemeinde seinen Dienst, zu nennen wären hier die Mitgestaltung des Gottesdienstes am Karfreitag, Konfirmationsgottesdienste im Frühjahr, die Gottesdienste zum Erntedankfest, Jubelkonfirmation und Totensonntag.
Seit vielen Jahren besteht schon die Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde Haßlinghausen zum Buß- und Bettag, wobei man sich hier, was die Nutzung der Kirche betrifft, jährlich abwechselt. Auch bei Hochzeiten oder Jubelpaaren ist der Chor gern gesehener Gast. Der Chor wird dabei auch weiterhin seiner Linie treu bleiben: Was aufgeführt wird, wird auch „selbst gemacht“. So manch ein schlummerndes Talent wurde dabei schon entdeckt.

Ausschnitte aus diversen Oratorien
Dafür hat sich sein Leiter in den letzten Jahrzehnten das entsprechende Rüstzeug und die Erfahrungen zugelegt. Das heißt: Es werden keine Stücke ausgewählt, die für den Chor – man bedenke, es sind alles Laien, und man probt nur einmal pro Woche – nicht erreichbar sind.
Aber Ausschnitte aus diversen Oratorien, sei es nun Mendelsohn-Bartholdy, Bach oder Buxtehude, sind jedoch fast schon obligatorisch. Dafür sind dann auch schon einmal Sonderproben einzuplanen.
Der Erfolg und das besondere Gefühl nach einem Konzert, etwas Besonderes geschafft zu haben, geben jedoch immer wieder recht. Vor einem Konzert gibt es immer ein riesiges Gewusel, je näher der Beginn rückt, desto mehr ist eine knisternde Anspannung zu spüren, spätestens beim letzten Lied ist jegliche Anspannung abgefallen.


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