AVU unterstützt Stromsparcheck

Alte Schätzchen können ganz schön teuer sein. Diese Erfahrungen haben Familien gemacht, nachdem die Stromsparhelfer der Caritas zu Besuch da waren. Und mal vorgerechnet haben, wie viel man mit einem modernen, energieeffizienten Kühlschrank sparen kann.

Der Kühlschrank muss raus und viele kleine, energieeffiziente Geräte müssen rein: Darüber einig sind sich Sabine Schoen (Job-Center EN), Stromsparhelferin Melanie Schreiber, Britta Worms (AVU), Stromsparhelfer Ingo Marzina, Thomas Koslowski und Cornelia Kistner (v.l.)

Doch meist ist in den Haushalten, die den Stromsparcheck in Anspruch nehmen, das Budget für Neuanschaffungen knapp bemessen. Deshalb hat die Caritas bundesweit ein Förderprogramm zum Kühlgerätetausch ins Leben gerufen. Mit Erfolg: In diesem Jahr hat man bereits 67 Gutscheine vergeben, die eingelöst werden können, wenn das alte Gerät fachgerecht entsorgt und ein Neugerät gleicher Größe mit dem Energieeffizienzlabel AAA+++ gekauft wurde. Dafür gibt es dann den 150 Euro-Gutschein. Das Austauschgerät (Kühlschränke oder Kühl-Gefrier-Kombi) muss älter als zehn Jahre sein und das Neugerät mehr als 200 kWh pro Jahr einsparen. Dadurch können diese Haushalte ihre Stromrechnung um 60 bis 120 Euro pro Jahr reduzieren.
„Das ist ein gutes, weil konkretes Beispiel, das den positiven Effekt der Beratung durch die Stromsparhelfer zeigt", freut sich AVU-Vorstand Uwe Träris. Das Unternehmen unterstützt bereits seit sieben Jahren die Aktion des Caritasverbands Hagen, der auch für das Projekt im Ennepe-Ruhr-Kreis zuständig ist.
Thomas Koslowski und Cornelia Kistner von der Caritas sind dann auch stolz auf die Zahlen, die sie der AVU präsentierten: Seit Beginn des Projekts wurden 821 Beratungen durchgeführt, allein in diesem Jahr waren es schon 106.
Dass der Stromsparcheck erfolgreich ist, liegt an Menschen wie Melanie Schreiber und Ingo Marzina: Sie sind zwei von zehn Stromsparhelfern und besuchen die Haushalte, die sich bei der Caritas gemeldet haben. Dabei werden dann Geräte im Haushalt untersucht, Tipps zum richtigen Heizen und Lüften gegeben und bei einem Folgebesuch energieeffiziente und sparsame Geräte wie LED-Leuchten verbaut. „Oft ist die Quelle eines hohen Stromverbrauchs gar nicht bekannt und wir kriegen das erst im Gespräch heraus", berichten die beiden Stromsparhelfer.
Und Sabine Schoen vom Job-Center des Ennepe-Ruhr-Kreises ergänzt: "Wichtig ist der erste Schritt, der vom Verbraucher ausgehen muss. In Anspruch nehmen können den Stromsparcheck Personen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld erhalten bzw. Rentner mit niedrigem Einkommen oder Schuldner unterhalb der Pfändungsfreigrenze."
Informationen zum Stromsparcheck liegen in allen AVU-Treffpunkten aus. Denn für das Unternehmen ist die Unterstützung ein Baustein, um einkommensschwachen Haushalten zu helfen. Dazu gehören auch die Mitarbeit im Projekt "NRW bekämpft Energiearmut" sowie die Kooperation mit der Verbraucherzentrale Ennepe-Ruhr und den Jobcentern in der Region.


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