Anna Christin Sayn: Junge Sopranistin will auf die Bühne

Sprockhövelerin ist ein Kind der Musikschule und studiert heute künstlerischen Gesang.

Die Sopranistin Anna Christin Sayn (24) studiert In Köln Gesangspädagogik und künstlerischen Gesang. Zusammen mit Lucas Huber Sierra am E-Piano sang sie auch beim Neujahrsempfang von Stadtmarketing, Stadtsportverband und Stadtkulturring. Ihr Traum ist es, nach dem Studium auf einer Bühne zu stehen und zu singen.

Anna Christin Sayn (24) konnte schon als Kind gut singen –die Sprockhövelerin ist ein Kind der heimischen Musikschule, damals unter Gesangslehrerin Traute Hauck. Sie nahm mehrfach am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert” teil und stand immer wieder auf dem Treppchen. Der Empfehlung, Gesang zu studieren, ist sie gefolgt. IMAGE hat mit dem Talent gesprochen.
IMAGE: Singen ist Ihre große Leidenschaft. Wussten Sie schon als Kind, dass Sie Sängerin werden wollten?
SAYN: Nein. Eigentlich wusste ich lange Zeit nicht, dass man Gesang studieren kann. Ich spiele auch einige Musikinstrumente, zum Beispiel Gitarre und Klavier. Traute Hauck hat mich in der Musikschule sehr gefördert und nach dem Abitur 2013 am Gymnasium Holthausen habe ich im gleichen Jahr an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln ein Studium begonnen. Ich studiere jetzt Gesangspädagogik und künstlerischen Gesang.

IMAGE: Und der Berufswunsch ist es, damit später auf der Bühne zu stehen?
SAYN: Ein Wunsch ist das schon, aber leicht ist das nicht. Schon zur Bewerbung gab es in Köln siebzig Talente, von denen sieben in die Hochschulausbildung übernommen wurden. Neben der Bühne habe ich mit der Studienwahl auch die Möglichkeit, Gesang zu vermitteln. Ich selbst trete heute schon bei verschiedenen Veranstaltungen auf.

IMAGE: Was genau sind die Studieninhalte?
SAYN: Sprechen, Atemtechnik, Liedinterpretation, verschiedene Bewegungsformen und die Frage, wie denn eine Rolle in der Oper gesungen wird, sind die Schwerpunkte der Ausbildung. Wir stehen also nicht nur einfach vor dem Mikrofon, sondern müssen das Wesentliche in einer Rolle erfassen und dies transportieren. Schauspiel gehört also auch dazu. Meine Dozentin und Mentorin Brigitte Lindner fördert mich  sehr.
Nach der Ausbildung singt man dann an verschiedenen Theaterhäusern vor – ähnlich einem Casting – und muss sehen, ob man einen Job bekommt. Möglich ist Gesang aber auch in einem Opern- oder Rundfunkchor. Meine Vorlieben lagen schon immer im Bereich der klassischen Musik und nicht im Rock/Pop-Bereich.
IMAGE: Können Sie sich auch eine internationale Bühnenkarriere vorstellen?
SAYN: Ich will das nicht ausschließen, aber mein persönlicher Wunsch ist das nicht. Ich bin sehr heimatverbunden und wäre glücklich, wenn ich hier in der Nähe bleiben dürfte. Aber zum einen gibt es sehr viele gute Talente und zum anderen muss man einfach sehen, dass Ausgaben für Kultur sich oft vom Rotstift leiten lassen. In einem festen Ensemble zu singen, ist äußerst schwierig. Gerne würde ich auch Liederabende zusammen mit Lucas Huber Sierra machen – wir haben das schon öfter gemacht und es liegt uns sehr.


IMAGE: Wenn man vorsingen muss, zählt dann auch die Ausbildung selbst?
SAYN: Na ja, wesentlich ist der eine Moment beim Vorsingen. Da muss man seine einhundert Prozent geben und die Leistung muss einfach abrufbar sein.
Die guten Noten oder die Erfolge von gestern schaden nicht, aber damit kann man in dem einen entscheidenden Moment eben nicht punkten.

IMAGE: Jede Erkältung muss für Sie doch ein Albtraum sein…
SAYN: Schon, aber eigentlich denke ich gar nicht groß darüber nach. Ich ernähre mich natürlich gesund und ich versuche mich in Entspannungsmethoden. Bis jetzt klappt das auch gut. Wenn ich weiß, das ich einen Tag später einen Auftritt habe, schone ich meine Stimme. Ich trinke keinen Alkohol. Meine frühere Gesangslehrerin Traute Hauck hat immer empfohlen, an einem Tag vor einem Auftritt so wenig wie möglich zu sprechen.

IMAGE: Werden Sie von Haus aus unterstützt?
SAYN: Immer. Ich habe nie den Satz gehört, etwas Anständiges zu lernen. Man stand mir immer zur Seite.

IMAGE: Haben Sie denn ein Lieblingsstück?
SAYN: Nein, das kann man so nicht sagen. Ich singe gerne klassisch, Oper, Operette und Musical. Aber einen speziellen Titel habe ich nicht.

IMAGE: Nun leben Sie ja derzeit in Köln. Haben Sie denn als frischgebackene Wahl-Kölnerin auch eine Vorliebe für den Karneval entdeckt?
SAYN (lacht): Nicht unbedingt.


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