Angebot flexibler an veränderte Bedürfnisse anpassen

Drittes Ehrenamtstreffen der Flüchtlingshilfe: die Arbeit noch professioneller gestalten.

Über 70 Ehrenamtliche berieten im Plenum (Foto) und in Workshops über die zukünftige Arbeit der Flüchtlingshilfe Sprockhövel. Fünf kurze Redebeiträge von Geflüchteten aus unterschiedlichen Nationen berührten alle ganz besonders. Übereinstimmende Botschaft: Ihr habt uns hier aufgenommen wie in einer Familie. Und später werden wir unseren Kindern von der großartigen Unterstützung erzählen, die wir hier in Sprockhövel erfahren durften. Die IG Metall hatte ihr Bildungszentrum bereits zum zweiten Mal für die Tagung zur Verfügung gestellt.

Die Flüchtlingshilfe Sprockhövel will ihre Arbeit noch professioneller gestalten, Geflüchtete noch stärker als Ehrenamtliche integrieren und das Angebot noch flexibler an veränderte Bedürfnisse anpassen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des jährlichen Ehrenamtstreffens, zum dem über 70 Aktive im IG-Metall-Bildungszentrum zusammengekommen waren.
Dabei kann die Flüchtlingshilfe auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Rund 330 Ehrenamtliche, darunter eine steigende Anzahl Migranten, betreiben 32 Projekte. Das größte: 27 Sprachkurse mit über 220 Lernenden. Inzwischen geben auch Geflüchtete Deutschunterricht, bei anderen Projekten sind sie ebenfalls in leitender Funktion tätig. Mit großem Erfolg, wie der erneute Gewinn der EN-Krone für den Nähtreff zeigt.
Und auch hinter den Kulissen leistet die Flüchtlingshilfe intensive Arbeit. In über 750 Beratungsgesprächen und über 1600 E-Mails half sie Geflüchteten bei der Bewältigung von Problemen, von der Anwaltssuche in Asylverfahren über Wohnungssuche und Umzugshilfe bis zu Behördengängen und Beschaffung von Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Der neue eigene Treff- und Anlaufpunkt, das „MachMit“ an der Mittelstraße 67 in Haßlinghausen, ist dabei ein großer Vorteil. Mit wachsenden Sprachkenntnissen und längerer Aufenthaltsdauer haben sich die konkreten Bedürfnisse der Geflüchteten verändert, besonders bei denen in Ausbildung und Beruf. Darauf hat die Flüchtlingshilfe reagiert.
Zu den Deutschkursen sind inzwischen Kurse in Englisch und Arabisch gekommen, außerdem berufsbegleitende Kurse zu Mathematik, zu verschiedenen Computerprogrammen sowie sogenannte Buddy- Partnerschaften zwischen Migranten in Ausbildung und Deutschen.


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