Abnehmen? Körper, werd’ nicht sauer

Nicht nur beim Abnehmen ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wichtig.

Gesunde Ernährung ist für jeden Menschen wichtig. Aber was genau versteht man darunter? Und welche Anzeichen sind ein Alarmsignal? Antriebsschwäche? Rasche Ermüdung? Appetitlosigkeit? Muskel- und Gelenkschmerzen? Hautprobleme? Das können Anzeichen einer sogenannten „Übersäuerung” des Körpers sein. In der Fachsprache heißt das „Azidose” (lat. acidum – Säure).
In der ersten Lebenshälfte wird der Organismus noch gut mit den Säureüberschüssen fertig. In späteren Jahren, wenn die Leistungsfähigkeit der Niere als Ausscheidungsorgan von Säure sinkt, kommt es häufig zu ersten Beschwerden, welche im weiteren Verlauf zu ernsthaften Beeinträchtigungen des Wohlbefindens führen können. Im Stoffwechsel fällt als „Abfallprodukt“ Säure an, zum Beispiel aus der Energiegewinnung, dies können wir nicht beeinflussen. Darüber hinaus entsteht Säure, wenn eiweißreiche Lebensmittel verstoffwechselt werden. Die überschüssige Säure wird mit Hilfe des körpereigenen Basenspeichers abgepuffert und auf diese Weise neutralisiert. Diese Puffersysteme sind von großer Bedeutung, weshalb der Körper über mehrere Puffersysteme verfügt. Ob eine „Übersäuerung” vorliegt, die auch hervorgerufen werden kann durch Stress, zu viel Genussgifte oder auch beim Fasten, kann man messen.
Teststreifen können einen ersten Hinweis geben, für die weitere Diagnose ist allerdings eine Laboruntersuchung sinnvoll.
Und dann? In der Schule haben wir gelernt, dass Säure durch eine Base neutralisiert werden kann. Das bedeutet: Um den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen, muss man wissen, was man essen sollte!
„Von allen Zusammensetzungen unserer Körpersäfte wirkt sich die Säure zweifellos am schädlichsten aus.“ Mit diesen Worten beschrieb schon Hippokrates, der Urvater aller Ärzte, bereits etwa 400 Jahre vor Christus das Problem der Übersäuerung des Körpers.
Heute wissen wir: Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist hilfreich. Allerdings reicht die Ernährung nicht immer aus, manchmal sollte man zusätzlich Basentherapeutika einsetzen.
Eine vitale und ausgewogene Ernährung sollte deshalb reich an Basen sein und der Anteil der säurebildenden Lebensmittel sollte dementsprechend kleiner ausfallen. Um eine Orientierung zu bieten in welchem Verhältnis die säurebildende und die basische Ernährung stehen sollte empfehlen viele den Richtwert 70 – 80 Prozent basische Lebensmittel zu 20 – 30 Prozent säurebildende. Als Faustregel für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt kann gelten, dass jeder Eiweisslieferant, gleich ob pflanzlich oder tierisch, kombiniert werden sollte mit mindestens einer Portion Obst, Gemüse oder Salat.

 


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